„Der Mensch ist, was er isst.“ Diese Aussage des bekannten Philosophen Ludwig Feuerbach trifft sicherlich nicht immer zu, hat jedoch einen wahren Kern.
Gerade mit Blick auf die Vielzahl an Krankheiten und Beschwerden, die sich auf eine falsche oder mangelhafte Ernährungsweise zurückführen lassen, verwundert es wenig, dass Fachkräfte in diesem Bereich mehr denn je gefragt sind. Vor diesem Hintergrund soll in den folgenden Abschnitten der Studiengang „Ernährungstherapeut/in mit Diplomabschluss“ etwas eingehender betrachtet werden.
Ernährung als Fundament für Gesundheit & Wohlbefinden: ein Einstieg
Über- und Untergewicht sowie damit einhergehende Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Müdigkeit und Erschöpfung zählen zu den wohl bekanntesten Krankheitsbildern, die auf eine Fehlernährung verweisen. Diabetes und Nahrungsmittelallergien wiederum sind Beispiele für Erkrankungen, die den Verzicht auf bestimmte Speisen bzw. Inhaltsstoffe verlangen. Weitere Beschwerden können auf eine ungünstige Zusammenstellung von Nahrungsmitteln bzw. ein Zuviel oder Zuwenig an verschiedenen Zutaten zurückzuführen sein. Wohl jeder kennt das Gefühl der Übersättigung nach einer opulenten, „schweren“ Mahlzeit, die Körper und Geist nicht wie gewünscht zu mehr Energie verhilft, sondern stattdessen müde und träge macht.
Vonnöten ist hier folglich die Umstellung auf eine individuell optimale Ernährung, die sämtliche Faktoren wie Alter, Lebensstil, Krankheitsgeschichte und aktuell auftretende Beschwerden berücksichtigt. An dieser Stelle kommt die Arbeit von Ernährungstherapeutinnen und Ernährungstherapeuten ins Spiel, die Betroffenen sowohl bei bereits vorliegenden Symptomen helfen als auch Rat bezüglich präventiver Massnahmen erteilen.
Ernährungstherapeut/in mit Diplomabschluss: Ausbildungsmöglichkeiten in der Schweiz
Mit Blick auf die vorhergehenden Ausführungen ist der Bedarf an Spezialistinnen und Spezialisten in Sachen Ernährung folglich gross. Vergleichbares gilt für das Interesse auf Seiten von Menschen, die auf der Suche nach einem Beruf mit Perspektive sind.
Doch welche Möglichkeiten bieten sich Anwärterinnen und Anwärtern auf eine derartige Tätigkeit eigentlich genau?
Ausbildungsinhalte, Aufgaben & Einsatzgebiete von Ernährungstherapeuten (m/w) mit Diplomabschluss
Auf den Punkt gebracht besteht die Aufgabe von Absolventinnen und Absolventen des hier im Zentrum stehenden Berufsabschlusses in der Beratung und Aufklärung rund um das Thema Ernährung. Im Rahmen prophylaktischer Massnahmen gehören (noch) gesunde Menschen zur Zielgruppe. Bei Kranken wiederum liegt der Schwerpunkt auf Therapieversuchen, die allerdings auch prophylaktische Züge tragen. Ziel sind hier nachhaltige Behandlungserfolge, die sich letztendlich nur durch eine bewusste und dauerhafte Umstellung der Patientinnen und Patienten auf eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise erreichen lassen.
In Bezug auf die Ausbildungsinhalte spielt die Ernährungspsychologie eine essentielle Rolle. Hier lernen Studierende unter anderem, das individuelle Essverhalten unter die Lupe zu nehmen. Die Schulung der Beratungskompetenz wiederum ist von einem ganzheitlichen Ansatz geprägt.